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Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in München

der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland

von Pfingsten bis Kreuzerhöhung

Семь таинств в истории Святой Руси

Русская Православная Церковь с особой торжественностью празднует в этом году даты 400-летия Дома Романовых и 1025-летия Крещения Руси. Церковь и в наши дни следует церковной традиции, которая устанавливала для праздников времена и сроки, чтобы все верующие могли вспоминать и глубже проникаться тем или иным важным событием. И не надо смотреть на число лет или сомневаться в точности даты, а намного важнее в церковном единстве духовно осмыслить и получить пользу для своей души. Можно только изумляться проповеди свят. Николая (Велимировича), которую он произнес в Сербии в день памяти св. равноапостольного князя Владимира в далеком 1932 году. Как смотрел он на Россию, царя-мученика Николая, подвиг св. князя Владимира! Уже тогда он провидел возрождение России и предсказывал будущее. Теперь мы знаем, что свят. Николай - это святой. Сербская Церковь прославила его в марте 1987 г. вначале как месточтимого святого, а в мае 2003 г. в Белграде состоялась его канонизация. Оценим вместе со святым по достоинству подвиг тех, кто имел власть на Руси и содействовал вере Православной. Будем же и в наши дни молиться Богу о царях, правителях, первоиерархах государств, которые сохраняют Православие, чтобы Господь даровал им победу над всеми врагами видимыми и невидимыми и укрепил их в несении нелегкого креста. (на фото: икона над главным входом Кафедрального собора в Мюнхене)

Икона над входом Кафедрального Собора


Наши братья русские празднуют сегодня свой праздник. Они славят великого и святого мужа, почившего в Господе 917 лет назад.

Этот сегодняшний праздник русский можно назвать и религиозным, и национальным, и государственным, и культурным. Ибо святой русский князь Владимир заложил краеугольный камень в основание, на котором воздвигнута девятисотлетняя палата русской веры, русской нации, русского государства и русской культуры. Он – духовный родоначальник народа русского.

 

Die Gottesdienste zum Himmelfahrt und Pfingsten 2014 in München

Wir laden zu den Gottesdiensten an den Pfingsttagen ein.  Die Gottesdienste werden zu folgenden Zeiten abgehalten:

Ende der Osterzeit (Festabgabe)
27.05. / 14. Mai Di. 18:00 Abend- und Morgenam
28.05. / 15. Mai Mi. 9:00 Göttliche Liturgie

Himmelfahrt des Herrn
28.05. / 15. Mai Mi. 18:00 Nachtwache (Vigil)
29.05. / 16. Mai Do. 10:00 Göttliche Liturgie

Sonnabend -Totengedenken
6.06. / 24. Mai Fr. 18:00 Totengedenken, Abend- und Morgengottesdienst
7.06. / 25. Mai Sa. 9:00 Göttliche Liturgie d. Hl. Joh. Chrysostomos
7.06. / 25. Mai Sa. 10:45 Totengedenken - Panichida

Pfingstsonntag - Heilige Dreieinigkeit

7.06. / 25. Mai Sa. 17:00 Nachtwache (Vigil)
8.06. / 26. Mai So. 10:00 Göttl. Liturgie d. Hl. Joh. Chrysostomos
8.06. / 26. Mai So. Gleich nach der Liturgie - Abendgottesdienst mit kniefälligen Gebeten

Tag des Heiligen Geistes
8.06. / 26. Mai S0. 17:00 Kl. Apodypnon und Morgenamt
9.06. / 27. Mai Mo. 9:00 Göttl. Liturgie d. Hl. Joh. Chrysostomos

1. Sonntag nach Pfingsten - Aller Heiligen
14.06. / 1. Juni Sa. 17:00 Nachtwache (Vigil)
15.06. / 2. Juni So. 8:00 Göttliche Liturgie in deutscher Sprache
15.06. / 2. Juni So. 10:00 Göttl. Liturgie d. Hl. Joh. Chrysostomos

Zeiten des Apostelfastens 16.06. / 3. Juni Mo. - 12.7. / 29.Junil Sa.

 

Gebete mit Kniefall während der Pfingstvesper

23. Juni 2013 - Pfingsten - Heilige Dreieinigkeit. Am Pfingstfest wird zum ersten Mal nach den lichten Ostertagen kniend gebetet. Während der Großen Vesper, die unmittelbar der Göttlichen Liturgie folgt, sendet der Erzbischof von Berlin und Deutschland Mark Gebete zur Heiligen Dreieinigkeit empor, in denen er auf alle in der Kirche versammelten Gläubigen den Segen Gottes und die Gnade des Heiligen Geistes herabruft.
 
Православные отмечают как один из главных праздников - Троицу, Сошествие Святого Духа на Апостолов. Праздник считается днем рождения Церкви. В храмах совершается одна из самых красивых служб. Пол устилают свежескошенной травой, иконы украшают ветками березы и цветами. Кроме того, украшение зелеными ветвями храмов и домов напоминает священную Мамврийскую дубраву, где, по библейскому преданию, патриарха Авраама посетил Триединый Бог под видом трех странников. Событие происходило в еврейский праздник Пятидесятницы, семь недель после Пасхи. Поэтому и в Православной Церкви он также именуется Днем Пятидесятницы.
 
 

Über die Herabkunft und Austeilung des Göttlichen Geistes am Pfingsttag

Nun hat sich aber die Verheißung erfüllt, und der Heilige Geist ist herabgekommen, vom Vater und vom Sohn gesandt und gegeben, und Er erleuchtet die heiligen Jünger und läßt sie durch und durch in göttlicher Weise wie Leuchter erstrahlen, oder läßt sie, die das Wort des ewigen Lebens in sich tragen, wie überirdische Sterne des Weltalls scheinen, durch welche Er das ganze All erleuchtet. So wie wenn jemand von einem Lichtträger einen anderen anzündet, und von diesem einen weiteren, und durch die Weitergabe von einem zum anderen immer Licht vorhanden ist, ebenso fließt die geschenkte Gnade des Göttlichen Geistes durch die Handauflegung der Apostel auf ihre Nachfolger, und von ihnen wiederum auf andere und dann auf die nächstfolgenden, also durch die Generationen, und erleuchtet alle, die sich den geistlichen Hirten und Lehrern anvertrauen. Heiliger Gregor Palamas

Predigt, in der auch von der Umkehr die Rede ist:

Erst kürzlich haben wir mit den großen Augen des Glaubens den Himmel fahrenden Christus geschaut, und zwar nicht in geringerem Maße als jene, die das Glück hatten, Ihn mit physischen Augen zu sehen, und auch durchaus ihnen in Seligkeit nicht nachstehend. Denn der Herr sprach: Selig sind die nicht sehen und doch glauben (Jh 20,29) - und ebenso jene, die nach dem, was sie gehört hatten, zum Glauben gelangt und durch den Glauben sehend geworden sind.

Nach der Auferstehung von den Toten, nachdem Er Seinen Jüngern erschienen und in den Himmel aufgestiegen war, sprach der Herr zu ihnen: Und siehe, ich will auf euch senden die Verheißung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe; ihr werdet aber die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde (Lk 24,49; Apg 1,8).

 

Hl. Gregor der Theologe - Zum Heiligen Pfingstfest

8. Juni 2014 - Pfingstfest - Die Heilige Dreieinigkeit. Die Auszüge aus den Reden 41, 37, 34, 22, 20,15 wurden anhand verschiedener Übertragungen ins Deutsche auch unter Hinzuziehung des Russischen erstellt, s. Bibliographie [1] [2] [3]. Abgesehen von den Klammern, die sich aus dem griechischen Stil des Kirchenvaters ergeben, wurden seitens der Redaktion zur Erleichterung des Verständnisses gelegentlich Erklärungen eingefügt, die durch die eckigen Klammern kenntlich sind. - Red.

Am Ende der Nachtwache (Vigil) hören wir nach dem Ausruf "Ehre sei Dir, der Du uns das Licht gezeigt hast!" den Herrlichkeits-Gesang: die große Doxologie. Beginnend mit dem Engelslob zur Geburt des Erlösers "Ehre sei Gott in der Höhe...", entfaltet sich hier das Gebet an Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-den Hl.Geist, das mit dem Dreimalheilig "Heiliger Gott, Heiliger Starker, Heiliger Unsterblicher, erbarme Dich unser" seinen Höhepunkt und Abschluss findet. Am Pfingstfest werden vor der Doxologie Stichiren gesungen, deren Text sich auf eine Predigt des Hl. Gregor des Theologen (330-390) gründet, die er in Konstantinopel im Jahre des 2. Ökumenischen Konzils (381) hielt. Im Zusammenhang mit diesem Konzil in Konstantinopel wurde das nizänische Glaubensbekenntnis erweitert, und der Heilige Geist bekannt als "der Herr und Lebensspender, der vom Vater ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohn zusammen verherrlicht und angebetet wird, der durch die Propheten gesprochen hat". Wir publizieren hier den Text der Stichiren auf dem Hintergrund von Auszügen aus Predigten des Kirchenvaters in der Hoffnung auf ein offenes und lernwilliges Herz beim Leser, denn die Texte sind schwierig. Und doch....

~ . ~ . ~. ~ . ~ . ~. Pfingsttexte siehe weiter unten nach dem Artikel . ~ . ~. ~ . ~ . ~ . ~

 

2. Sonntag nach Pfingsten - Alle Heiligen Rußlands

Der Glaube an die Einheit der Russischen Kirche und des russischen Volkes in ihren Heiligen zeigt sich in der Ikone „Aller Heiligen des russischen Landes“. Sie wurde Ende der 1940-er, Anfang der 1950-er Jahre über Jahre hinweg geschaffen vom damaligen Priestermönch Kiprian (Pyzhov – 1904-2002). Eine erste Studie hierzu hängt heute noch in München, im Kloster des Hl. Hiob von Pocaev, wo Vater Kiprian nach dem Krieg war. Es ist eine Vorarbeit zum zentralen Teil der Ikone. (Foto links)

FILM: Ikone aller Heiligen Rußlands

 

Die Fastenzeiten- und regeln

Beginn der Apostel Fastenzeit: am 16. Juni 2014 (3. Juni nach Altem Stil)

Unbewegliche Fastenzeiten:
Fasten der Geburt Christi (15/28. November – 24.Dezember/6. Januar)
Fasten der Gottesmutter (1/14.- 15/28. August)

Bewegliche Fastenzeiten (Die Zeiten hängen von dem Pascha Zyklus ab):
Grosse Fastenzeit - 40 Tage lang vom Reinen Montag nach dem Sonntag der Vergebung
Grosse Woche – bis Grossen Samstag vor der Auferstehung.
Fasten der Apostel: Vom Montag nach Allerheiligen bis zum Fest der Apostel Petrus und Paulus am 29.Juni/12.Juli

Fastentage:
an einem jeden Mittwoch und Freitag
29.August/11.September - Enthauptung des Hl. Johannes des Täufers und Vorläufers
14/27.September - Kreuzerhöhung
5/18. Januar - Vortag der Theophanie

Die Fastenregeln der Kirche:

 

Willst du lieber zu Hause bleiben?

Die Sommerferien dauern in Bayern vom 1. August bis zum 12. September 2012. Urlaubszeit für die ganze Familie. Meist fliegen wir in heisse Länder, reisen ans Meer, ruhen uns aus in der Natur, oder betreiben Tourismus. Für den ernsthaft orthodoxen Christen ist der Urlaub, der zur Befreiung von den Sorgen und zur Ruhe führen sollte, zusammen mit dem Wechsel der äußeren Umstände, den vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen auch mit Problemen verbunden: Wie organisiere ich meine Freizeit so, dass ich das gebetserfüllte Herz, die Hinwendung zu Gott dem Schöpfer inmitten der uns umgebenden Welt nicht verliere? Und das ist keine leichte Aufgabe. Wonach strebt eine gottliebende Seele in der Urlaubszeit? Hotels und Restaurants, Strände und Wellness auszukosten, sich in Erfrischungen und Zerstreuungen endlich vergessen und verlieren? Vielleicht möchte sie doch eher die Zeit nutzen zum vertieften Gebet, zur geistlichen Lektüre, dem Spaziergang in der Stille der Natur, Verwandte wieder zu sehen, die in sonst unerreichbarer Ferne leben, und bei alldem der Welt entfliehen mit ihrem Druck der Versuchungen und lasterhaften Angebote, um zu der inneren Ruhe zu finden, aus der sie mit erneuerten Kräften, gefestigt im Glauben, ein echtes christliches Leben zu führen.

Dazu ist ein Verlassen der häuslichen Gegend nicht unbedingt erforderlich. Musst du, oder willst du lieber zu Hause bleiben – der August ist auf jeden Fall angefüllt mit wunderbaren kirchlichen Festen.

 

Homilie über die glorreiche Verklärung unseres Herrn Jesu Christi

Komm du gottesfürchtige Versammlung, laß uns nun ein Fest feiern! Kommt, laßt uns nun mit den höheren Mächten triumphieren! Kommt und gehorsam dem Ruf des Propheten David singt unserem Gott, ja, singt Ihm, singt unserem König, singt Ihm: denn König der ganzen Welt ist Gott, singt Ihm mit Einsicht. (Ps. 46,7). Am heutigen Tag wurde auf dem Tabor mit menschlichen Augen das noch nie Dagewesene geschaut: Es wurde ein irdischer, in Göttlichem Licht erstrahlender Körper geschaut - ein sterblicher Leib, der die Glorie der Gottheit ausströmte.

Heiliger Johannes Damascenus

Heute wurde mit dem menschlichen Ohr das Unerhörte vernommen: Jener, der ein Mensch scheint, tut sich als eingeborener, geliebter, einwesentlicher Göttlicher Sohn vom Himmlischen Vater kund. Heute offenbart der Schöpfer und Herr von allem, der sich aus Herablassung zu seinen Knechten in das Gewand des Knechtes kleidete und dem Wesen und der Form nach Mensch wurde, in eben dieser Gestalt seine Schönheit. Kommt, wollen auch wir dem Gehorsam der Apostel nacheifern, wollen wir bereitwillig der Stimme Christi folgen, bekennen wir, ohne uns zu schämen, den lebendigen Sohn Gottes, steigen wir auf den Berg der Tugenden - so werden wir die Herrlichkeit schauen und unaussprechliche Geheimnisse vernehmen: Denn wahrhaft selig sind die Augen, welche das sehen, und die Ohren, welche das hören, was viele Propheten und Könige zu sehen und hören begehrten, es aber nicht sahen und hörten (Mt. 13,16-17). So kommt also, und wir werden, so gut wir können, die Worte der Göttlichen Schrift erläutern und bieten euch, liebe Gäste, das Abendmahl an, gewürzt durch die Gnade dessen, welcher den Stammelnden eine leichte und klare Zunge gab.

 

Entschlafen der Allerheiligsten Gottesgebärerin

Die Tür der Gnade ist allen in Christus geöffnet, Der sagte: Ich bin die Tür, wenn jemand durch Mich eingeht, so wird er gerettet werden (Jo. 10, 9). Doch man muss in diese Tür eintreten; und in sie tritt man ein durch den Glauben und zwar den lebendigen und tätigen. Ich lebe durch den Glauben an den Sohn Gottes (Gal. 2, 20) sagt der Apostel. Wer in sich dieses Leben einst erweckte und weiterhin bewahrt, der schläft auch im Grab nicht in den Tod ein, sondern erwacht auch vom Lager der Verweslichkeit zur Unverweslichkeit, zum Leben, zum Himmel, zur Seligkeit, zur vollen Herrlichkeit.

Predigt des Metropoliten Filaret von Moskau vom 15. August 1851

Heute gedenken wir ehrfürchtig und feierlich des Entschlafens der Allerheiligsten Gottesgebärerin. Was bedeutet Entschlafen? Kraft des Wortes: sich zum Schlaf begeben. Doch wird hiermit das Ende des irdischen Lebens der Gottesmutter bezeichnet. Die Heilige Kirche wollte deutlich die Bezeichnung des Todes umgehen, wenn von der Mutter des Lebens die Rede ist. Doch woher ist die Bezeichnung des Todes als Schlaf entlehnt? Man muss annehmen, aus dem Mund unseres Heilands Jesus Christus. Lazarus, unser Freund, ist eingeschlafen (Jo. 11,11), sprach Er zu den Aposteln, als Er, der Allwissende, ihnen den Tod verkündete, der Lazarus ereilt hatte, wahrend sie sich weit von dem Ort seines Ablebens entfernt befanden. Es ist ersichtlich, dass dies eine neue Sprache war, denn die Apostel verstanden sie nicht, und der Herr erachtete es fur notwendig, Seine Aussage in ihre gewöhnliche Sprache zu übersetzen: Lazarus ist gestorben.

Was bedeutet diese neue Sprache? Warum aber bezeichnet Christus und die Kirche den Tod als Schlaf? Welche Gedanken wollen sie uns dadurch nahelegen? Jetzt ist es an der Zeit und auch nutzbringend, darauf eine Antwort zu geben.

 

Neujahr, Neues Jahr – bürgerlich und kirchlich

Troparion, Ton 2:
Der gesamten Schöpfung mitwirkend Helfender, der Du die Zeiten und die Jahre in Deiner Macht hältst, segne den Kranz des Jahres Deiner Güte, Herr, bewahre Dein Volk und Deine Stadt in Frieden, durch die Gebete der Gottesgebärerin, und errette uns.
Kontakion, Ton 2:
Der Du in den Höchsten lebst, Christus König, Schöpfer und Erbauer aller sichtbaren und unsichtbaren Wesen, der Du die Tage und die Nächte, die Zeiten und Jahre geschaffen hast, segne jetzt den Kranz des Jahres: bewahre und behüte in Frieden Deine Stadt und Dein Volk, Allbarmherziger.

Das Bittgebet mit der Predigt von Erzbischof Mark und die Segnung zum Neujahrstag findet heuer in unserer Kathedralkirche am 31.12. um 19:00 Uhr statt.

Da das Leben der Russen nach wie vor eng mit dem kirchlichen Kalender verbunden ist, sprechen sie vom "Neujahr" und dem "alten Neuen Jahr". die Bezeichnung mag absurd klingen... Dieses "alte Neue Jahr" folgt auf Weihnachten, befindet sich außerhalb der weihnachtlichen Fastenzeit, und ist stets ein Festtag in der Kirche: Beschneidung des Herrn, und der Tag des heiligen Basilios des Großen. Fastenfrei. Hier geht es also zunächst um den 1. Januar nach gregorianischem Kalender (dem bürgerlichen Kalender) und dem 13 Tage später folgenden 1. Januar des julianischen Kalenders: 14. Januar im Gregorianischen.

Aber das kirchliche Jahr, das Heilige Jahr, beginnt ohnehin mit dem 1. September, sprich: dem ersten Tag des siebten Monats – denn "septem" kommt von "sieben", so wie "octo" = "acht" sich im Namen Oktober, entsprechend die "neun" im Namen November wiederfindet...  und wollten wir Dezember als mit der zwölf verbunden interpretieren, dann würden wir ja sogar das Dezimalsystem aushebeln! Wer wollte sich das heute erlauben? Und doch hält man heute den Dezember für den zwölften Monat, und schreibt die 12 ohne rot zu werden.

Nun stimmt in Bayern die Welt noch an einigen Stellen, so beginnt das Schuljahr in Bayern ziemlich regelmäßig zum 14. September, was nach russisch-orthodoxem Kalender eben der 1. September ist: Beginn des heiligen Jahres. Warum die 13 Tage? Geht die Uhr nach? Der gregorianische Kalender ist nicht etwa wie die moderne Sommerzeit nur eine Stunde vor gestellt, sondern – gegenüber dem Julianischen – ganze 13 Tage (ursprünglich waren es nur zehn, aber in vier Jahrhunderten sind drei Tage dazu gekommen, die man entsprechend abziehen muss, um zum kirchlichen Datum zu gelangen). So feiern die Russen das Weihnachtsfest keineswegs am 6. und 7. Januar, wie es manche meinen, sondern nach kirchlichem Kalender ist dann gerade der 24. und 25. Dezember. Hat man es genau verstanden, dann steht die Frage im Raum, weshalb in Deutschland generell Weihnachten am 11. und 12. Dezember gefeiert wird... Schwierig? Aber nicht unlogisch. Und zwar nicht nur im Hinblick auf das Fest der Geburt Christi, sondern auch im Hinblick auf das Fest der Geburt der Gottesmutter Maria.

 

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