Biographie: S. E. MARK, Erzbischof von Berlin und Deutschland

Freitag, 15. Mai 2009 20:29
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arhiepiskop markS. E. MARK, Erzbischof von Berlin und Deutschland (und Großbritannien).
 
Erster Stellvertreter des Vorsitzenden des Bischofssynods der Russischen Auslandskirche.
Betraut mit den Angelegenheiten der Russischen Geistlichen Mission in Jerusalem.
Vorsteher der Münchner Kathedralkirche zu Ehren der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands.
Erzbischof Mark (weltlicher Name: Michael Arndt) wurde am 29. Januar 1941 in Chemnitz (Sachsen) geboren, ebenso wie der erste russische Bischof deutscher Nationalität, der Metropolit Seraphim (Lade). Die Eltern waren Musiker, unter den Vorfahren ist der bedeutende evangelische geistliche Schriftsteller des 16. Jahrhunderts Johann Arndt, dessen Bücher einst auch in Russland erschienen.
In Ostdeutschland begann der junge Michael Arndt in der Schule Russisch zu lernen. Nach dem Aufstand von 1953 floh die Familie Arndt – Eltern und drei Kinder – aus der Sowjetzone. In Frankfurt am Main beschloss der Gymnasiast Michael Arndt sein Russisch weiter zu entwickeln. Das bestimmte sein weiteres Leben: Er lernte die Jugendlichen der russischen Emigrantenkreise und die Orthodoxie kennen, studierte Slavistik in Frankfurt und Heidelberg. In Mannheim konvertierte er zur Orthodoxie, wurde zum Leser in der Kirche, besuchte den Heiligen Berg Athos...

 

Biographie: S. E. MARK, Erzbischof von Berlin und Deutschland (von Wikipedia)

Michael Arndt studierte u. a. Slawistik in Heidelberg und konvertierte noch während seines Studiums 1964 zum russisch-orthodoxen Glauben. Nach dem Magisterexamen wurde Arndt mit einer Arbeit über die Literatur des russischen Fürstentums Twer zum Dr. phil. promoviert.
Arndt studierte an der Universität Belgrad orthodoxe Theologie und erwarb 1979 das theologische Diplom. 1975 wurde er zum Priestermönch und 1980 zum Bischof der russisch-orthodoxen Auslandskirche (ROKA) geweiht. Zugleich führt er als Abt jahrzehntelang die Mönchsgemeinschaft des Klosters zum Hl. Hiob von Počaev in München.
Ab 1980 war Mark Arndt Bischof von Stuttgart und Süddeutschland, 1982 erfolgte die Ernennung zum Bischof von Berlin und Deutschland. 1990 wurde er in den Rang eines Erzbischofs erhoben.
Er leitet die zur russisch-orthodoxen Auslandskirche gehörende Russische Orthodoxe Diözese des orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland - so der offizielle Titel. In seine Zuständigkeit als Bischof in Deutschland fällt auch die Eparchie Großbritannien, die Gemeinde in Kopenhagen und die „Russische geistliche Mission“ in Jerusalem.
Nach den politischen Veränderungen in den ehemaligen Ostblockstaaten setzte sich Erzbischof Mark intensiv dafür ein, dass sich die Russisch-Orthodoxe Auslandskirche mit der Russisch-Orthodoxen Kirche – Moskauer Patriarchat vereinigt. Mark war der wichtigste Verhandlungspartner auf Seiten der Auslandskirche. In der ganzen Orthodoxie wurde er spätestens durch seine Ansprache auf dem IV. Gesamtkonzil der Russischen Auslandskirche in San Francisco bekannt, in der er sich vehement für einen Zusammenschluss beider Kirchen aussprach und auch die Fehler der eigenen Kirche eingestand. Erzbischof Mark bewies mit seinen Bemühungen diplomatisches Geschick und verfügte zudem über den Vorteil als gebürtiger Deutscher für alle Beteiligten sehr glaubwürdig für die gemeinsame Sache der russischen Orthodoxie einzutreten und überzeugte mit seiner Sachlichkeit.
Erzbischof Mark lebt im Kloster zum Hl. Hiob von Počaev in München und betreut die Gläubigen der bis auf weiteres bestehenden Diözese von Berlin und Deutschland der Auslandskirche. Sein publizistisches Organ ist die Zeitschrift "Der Bote der deutschen Diözese der Russisch Orthodoxen Kirche im Ausland".

Das orthodoxe Mönchskloster in München-Obermenzing besteht seit 1945. Es liegt versteckt in unmittelbarer Nähe der Blutenburg in Obermenzing.
Ursprünglich war dieses Kloster von Mönchen, die nach der Oktoberrevolution aus Russland geflohen waren, 1926 in der Ostslowakei gegründet worden. Zur Bruderschaft gehörten bei Kriegsende mehr als 40 Mönche, die dann erneut vor der Roten Armee nach Westen flohen und Ende 1945 ihr Kloster in München neu gründeten. Über Jahrzehnte lebten nur noch wenige betagte Mönche im Kloster.
1980 übersiedelte der damalige Bischof und heutige Erzbischof Mark, das derzeitige Oberhaupt der deutschen Diözese, in das Kloster, worauf die Gemeinschaft, der derzeit 10 Mönche angehören, wieder anzuwachsen begann.
Die Bedeutung des Klosters für die Diözese besteht darin, dass mögliche Anwärter für das Priesteramt im Kloster leben können und hier ihre theologische und praktische Ausbildung erhalten. Seit 1980 konnten mehrere Kandidaten auf das Priesteramt vorbereitet werden. Oft nutzen die Priesteramtskandidaten die Möglichkeit eines Fernstudiums am Geistlichen Seminar des Moskauer Sretenski-Klosters.
Als geistliches Zentrum spielt das Kloster nicht nur für die deutsche Diözese eine große Rolle, sondern darüber hinaus für die europäischen Nachbarländer. Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus in den osteuropäischen Staaten kommen sehr oft Besucher und Pilger aus diesen Ländern. Viele der Pilger bleiben einige Tage, andere auch Wochen als Gäste im Kloster und nehmen am monastischen Leben teil.
Am 28. Oktober bzw. 10. November begeht das Kloster das Patronatsfest, das Fest des Heiligen Hiob von Potschajew.
Das Kloster betreibt eine Kerzengießerei, von der die Gemeinden der ROKA ihre Kerzen beziehen. Mitte der 1980er Jahre wurde die Klosterdruckerei modernisiert und seitdem wird orthodoxes Schrifttum in deutscher und russischer Sprache herausgegeben. Das Kloster hat einen kleinen Verlag und gibt die Buchreihe "Begegnung mit der Orthodoxie" heraus, daneben liturgisches Schrifttum, Gebetbücher, Kirchenkalender und ähnliches.
Formal wird das Kloster von der Russische Orthodoxe Kirchenstiftung für Wissenschaft, Denkmalpflege und Mildtätigkeit mit Sitz in Bad Honnef getragen.
Im Kloster wird als einziges Periodikum die zweimonatlich erscheinende Diözesanzeitschrift (Vestnik/Bote) gedruckt. "Der Bote der deutschen Diözese der Russisch Orthodoxen Kirche im Ausland" – so der offizielle Titel - wird von der Bruderschaft des Klosters des Heiligen Hiob von Potschajew gedruckt und finanziert.

BIOGRAPHY OF ARCHBISHOP MARK (in english)

Archbishop Mark was born Michael Arndt on January 29, 1941, in Saxony, where the first Russian bishop of German origin was also born, Metropolitan Seraphim (Liade).
After finishing the 13-year school program in Frankfurt am Main in 1960, the future bishop volunteered for military service in Western Germany, where he served for 1 _ years. He was later drafted several times later and reached the rank of lieutenant-senior.
In 1962, he enrolled in the Historical-Philological Department in Frankfurt University, transferring later to Heidelberg University. There he specialized in Slavic and English, including Russian, Serbo-Croatian, Slovak, Czech and Macedonian languages and literature. His doctoral thesis was entitled: "Biographical Literature of the Tver Duchy in the 14th and 15th Centuries."
The study of Russian drew the young student to the Russian émigré community in Frankfurt. Studying under Professor Dimitri Chizhevsky in Heidelberg, he visited Mannheim's Church of St Alexander Nevsky of the Russian Orthodox Church Outside of Russia, where he converted to Orthodoxy in 1964, later becoming a reader. Trips to Mt Athos, his friendship with Athonite elders on Karoulia (Hiero-schemamonk Seraphim, a second Hiero-schema-monk Seraphim, Hiero-schema-monk Nikolai, Schema-monk Nikodemos), visits to the Skete of St Elias and St Panteleimon Monastery, where he became acquainted with Hiero-schema-monk Avel (now Archimandrite at St John the Theologian Monastery in Ryazan') spiritually determined the path of this Doctor of Slavic Studies. His further scholarly work concentrated on St Philaret of Moscow.
Starting in the fall of 1973, the future Vladyka began studying theology in Belgrade, where he graduated with a degree in theology in 1979. His personal acquaintance with Archimandrite Justin (Popovic), living then in exile in Celije Monastery, drew him into the tightly-knit group of the Serbian elder's students, then hieromonks, now bishops of the Serbian Orthodox Church—Amphilochius, Afanasi, Artemije and Irinej.
Ordained to the rank of deacon in 1975, the future Vladyka Mark soon dropped teaching Church Slavonic and Ancient Russian Language and Literature in Erlangen, and also his scholarly work, in order to be tonsured to the monkhood, performed in the summer of 1975 in Lesna Convent near Paris. Three days later, Fr Mark was ordained hieromonk and appointed as Deputy Rector of the Russian church in Wiesbaden. In the summer of 1976, by decree of the Synod of Bishops, he was elevated to rank of archimandrite. Archbishop Paul (Pavlov, +1995), then Bishop of Stuttgart and South Germany. Archimandrite Mark ministered to three parishes—Wiesbaden, Darmstadt and Saarbrukken. He devoted himself to preserving the Czarist-era churches in Germany, renovating and expanding the Russian cemetery near the Wiesbaden church, where he performed the full cycle of monastic services, and where he began teaching the young people he attracted, while at the same time continuing his theological studies, successfully passing examinations in Belgrade.
After the death of Archbishop Theodosius of Sydney, Australia and New Zealand, the Synod of Bishops appointed His Grace Bishop Paul, then Vicar of the Diocese of Berlin and Germany. Bishop Paul's see was then given to Archimandrite Mark, who was to assume the title of Bishop of Munich and Southern Germany. His consecration was performed on November 30, 1980, at the Synodal Cathedral of Our Lady of the Sign in New York. As is tradition, during the rite of nomination, Archimandrite Mark read a sermon in which one could see a repeating theme, that of how to lead his flock. He had warm words regarding his spiritual closeness to the Serbian theologian and ascetic, Archimandrite Justin (Popovic, +1979) and also to Holy Mount Athos. The consecration was headed by His Eminence Metropolitan Philaret (Voznesensky, +1985), along with Archbishop Vitaly of Montreal and Canada, and Archbishop Anthony of San Francisco and Western America, Bishop Laurus of Holy Trinity and Syracuse, Bishop Paul of Sydney, Australia and New Zealand and Bishop Gregory (Grabbe, +1995) of Manhattan.
After his consecration, Bishop Mark moved to the Monastery of St Job of Pochaev in Munich with a small monastic community. The monastery was reestablished and renovated. From 1981, the periodical Vestnik Germanskoj Eparkhii [Bulletin of the German Diocese] began publication, a printing press was established (publishing works in Russian and German), and the production of candles and incense began. The monastery followed the Athonite rule. In the fall of 1982, Bishop Mark, because of the serious illness of Archbishop Filofei (Narko), accepted the title of Bishop of Berlin and Germany, but continued to reside in the Munich monastery, from where he continues to rule the German Diocese.
In the mid-1980's, Vladyka Mark was appointed Ruling Bishop of the Diocese of Great Britain and Rector of St Alexander Nevsky Parish in Copenhagen.
In 1997, he was appointed Overseer of the Russian Ecclesiastical Mission in Jerusalem.
From 1993-1997, he headed the dialog between the two dioceses (of the Russian Orthodox Church Outside of Russia and the Moscow Patriarchate) in the united Germany. Since 2000, he has been the President of the Committee on the Unity of the Russian Church, and since 2003, the President of the Commission on talks with the Moscow Patriarchate.