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Кафедральный собор Святых Новомучеников и Исповедников Российских и Святителя Николая в г. Мюнхене

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Brief von Erzbischof Mark an Archimandrit Ephrem, Abt von Vatopedi (Athos)

Am Freitag, dem 10. Februar 2012 (Hl. Ephrem der Syrer) S. E. Mark, Erzbischof von Berlin und Deutschland gratulierte Archimandrit Ephrem, dem Abt des Vatopaidi-Klosters auf dem heiligen Berg Athos zu seinem Namenstag.

V. Rev. Archimandrite Ephrem
Holy Monastery Vatopaidiou
Mt. Athos

Lieber Vater Ephrem!
Im Namen der Mönche und Nonnen und der Gläubigen der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland und natürlich meiner selbst senden wir Ihnen unsere ganz herzlichen Glückwünsche zu Ihrem Namenstag. Mögen Sie sich auf die Fürbitten Ihres Heiligen stets guter Gesundheit, geistlicher Kraft und insbesondere körperlicher Freiheit erfreuen, um Ihren geistlichen Aufgaben nachzugehen und Ihre geistlichen Kinder in Liebe und Freiheit zu unterweisen.
Nachdem wir Sie beim Geburtstag von Patriarch Kyrill in der Moskauer Christi-Erlöser-Kathedrale in Moskau mit dem Gürtel der Allerheiligsten Gottesgebärerin begrüßen konnten, waren wir  erschrocken über das Maß der Entkirchlichung und Enthumanisierung der Rechtssprechung in einem europäischen Land. Wir wissen jedoch mit Ihnen, daß keine weltliche Macht unsere Freiheit in Christus beeinträchtigen kann. Mögen sich die Gewaltigen dieser Welt auch noch so sehr an ihren scheinbaren Erfolgen freuen - für uns ist auch diese neue Verfolgung nur ein Zeichen der Apostasie, wie sie in unserer Zeit viele Völker erfaßt hat.
Wir versichern Sie unserer unermüdlichen Fürbitten vor dem Thron des Allerhöchsten und wünschen Ihnen Gottes Segen und Kraft, die Versuchungen, die Ihnen in dieser Zeit von antichristlichen Kräften aufgebürdet werden, in Langmut und innerer Ruhe zu ertragen.
In der Liebe Christi und mit der Bitte um Ihr Gebet verbleibe ich stets Ihr Erzbischof Mark

Seit über einem Monat befindet sich der Vorsteher des Klosters Vatopedi (Athos-Berg), Archimandrit Ephraim in Untersuchungshaft

Wie Augenzeugen berichten, hat sich sein Gesundheitszustand – der zu großer Besorgnis Anlass gibt – nicht verbessert, obwohl Archimandrit Ephraim sich nicht über seinen Zustand beklagt.

Nach griechischem Recht könnte er noch sehr lange in Haft bleiben. Bis zum Ende der Untersuchung. Man kann davon ausgehen, dass der Prozess langwierig sein wird, so dass die Haft des Vorstehers des Klosters Vatopedi Jahre dauern kann, auch wenn er zu guter letzt für unschuldig erklärt wird.

Die Verhaftung des Vaters Ephraim rief in Griechenland Empörung und Verbitterung hervor. Dies mag auch diejenigen, die hinter dieser Verhaftung des Starzen stehen, motivieren, eine immer härtere Gangart einzuschlagen. Es ist die Rede davon, dass eine Prüfung angesetzt wurde, die eine Verschärfung der Haftbedingungen für Vater Ephraim bewirken soll.

Man sagt, dass die Sträflinge im Gefängnis alle danach streben, bei Staretz Ephraim zu beichten. Die Gefängnisleitung behandelt Archimandrit Ephraim mit großer Hochachtung und versucht, seinen Aufenthalt im Gefängnis zu erleichtern. Aber das Gefängnis ist keine Mönchszelle, obwohl jemand sagen könnte, dies sei vergleichbar. Die Gefängniszelle ist etwas ganz anderes.

Der Staretz Ephraim befindet sich in einer Betonzelle mit winzigen Fensterchen auf der Höhe der Decke im Untergeschoss des Gefängnisses. Obwohl er selbst nur lächelt, wenn er über seine Zelle spricht, verstehen wir sehr gut, dass die Feuchtigkeit und die Kälte seiner Gesundheit einen nicht wieder gut zu machenden Schaden zufügen.

Der Tag beginnt um 8:00 Uhr mit Gebet und Spaziergang, und endet um 20:00 Uhr mit der Schließung der Haftanstalt. Vater Ephraim verbringt den Tag in Gebet und Arbeit. Mehrmals in der Woche feiert er die Liturgie. Die Tatsache, dass Vater Ephraim eine so lange Zeit in Athen verbrachte, ermöglichte es vielen Menschen, ihn zu besuchen. Manche kommen auch aus dem Ausland. Zum Beispiel besuchten ihn im Gefängnis Vertreter der Stiftung das Heiligen Apostels Andreas das Erstberufenen. Ständig befinden sich in Athen Vertreter der Stiftung des Heiligen Maximos des Griechen. (Beides sind russische religiöse Stiftungen.)

Die Verbindung mit der Bruderschaft im Kloster Vatopedi ist ununterbrochen möglich. Der Staretz hat ein Telefon. Er sitzt in einer Einzelzelle. Besuche sind erlaubt. Deshalb kann Vater Ephraim täglich griechische Bischöfe und auch Gäste aus verschiedenen Ländern empfangen.

Ganze Artikel (in russisch) ХРОНИКА АРЕСТА ИГУМЕНА ВАТОПЕДСКОГО МОНАСТЫРЯ АРХИМАНДРИТА ЕФРЕМА

NEU!

Berlin, 10.2.2012 (Hl. Ephraim der Syrer)

CHRISTENVERFOLGUNG IN DER GEGENWART.

Am 25. 01. 2012 hat der Bevollmächtigte der Synode der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland (ROCOR) Priester André Sikojev als Gast an der Sitzung des Stephanuskreises der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag teilgenommen. In seinem Gastvortrag "Christenverfolgung und Diskriminierung und die Haltung der ROK" ging der Bevollmächtigte u.a. ausführlich auf das Schicksal der beiden Geistlichen, Erzbischf Ioann (Ehem. Republik Jugoslavien/Mazedonien) und des Athos-Mönches Archimandrit Ephraim in Griechenland, ein.

Seit Dezember 2011 sind die beiden genannten Geistlichen - ungeachtet anhaltender Proteste aus dem In- und Ausland - ohne berechtigte oder auch nur annähernd begründeten Anklagen in Haft. Dabei spielen jeweils unterschiedliche politische Konstellationen im Hintergrund eine Rolle.

Priester André Sikojev ging in seinem Vortrag auch auf die historische Christenverfolgung des 20. Jahrhunderts in Russland ein und verwies auf die Bedeutung der Freiheit der russischen Kirche insbesondere in der Verantwortung gegenüber allen Opfern von Christenverfolgung und Diskriminierung in der Welt.

Die Parlamentarier des Stephanuskreises der CDU/CSU Fraktion sicherten dem Beauftragten der ROCOR zu, sich der beiden Fälle anzunehmen. Gleichzeitig nutzte Priester André Sikojev die Gelegenheit, die Situationen der beiden orthodoxen Würdenträger auch dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, Bundesminister a.D. Steinmeier, und dem Kirchenverantwortlichen der FDP Fraktion, MdB Dr. Ruppert, vorzutragen und diese Inhaftierungen als offenkundiges Unrecht anzuprangern.

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