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Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in München

der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland

Botschaften

Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark 2014

Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark 2014

Nachdem wir die Auferstehung Christi geschaut haben, lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus, den allein Sündlosen. Vor Deinem Kreuz fallen wir nieder, Christus, und preisen und verherrlichen Deine heilige Auferstehung.

Архиепископ Марк

Auf dem Weg zu Ostern begleitet uns das Kreuz ständig, genau so wie es uns vom Moment unserer Taufe bis zum Ausgang aus diesem Leben begleitet. Oder wisset ihr nicht, daß wir, so viele auf Christum Jesum getauft worden, auf seinen Tod getauft worden sind?... Denn wenn wir mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in der seiner Auferstehung sein (Röm 6, 3 u. 5).

Ohne das Kreuz gibt es keine Auferstehung. So haben wir uns dem Kreuz auf halbem Weg zum Osterfest am Kreuzverneigungssonntag verneigt, ebenso war das Kreuz in unseren Gedanken und Gefühlen am Großen Freitag gegenwärtig, als wir Bespeiungen und Geißelung und Backenstreiche und Kreuz und Tod erinnerten, die der Herr um unserer Rettung willen erduldete.

 

Du Licht vom Licht, des Vaters Abglanz

Bethlehem Krippe

Weihnachtsbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die Gläubigen der Deutschen Diözese

Du ließest uns, Christus Gott, in Deiner Ankunft das Licht aufstrahlen, Du Licht vom Licht, des Vaters Abglanz (Abendgottesdienst zu Christi Geburt)

Die Geburt unseres Herrn Jesus Christus, liebe Brüder und Schwestern, ist „das wichtigste Ereignis seit dem Tag, an dem die Sonne aufging, bis zu dem Tag, an dem sie erlischt“ (sel. Abba Justin). An diesem lichten Festtag bezeugt die Kirche: „Deine Geburt, Christus unser Gott, ließ erstrahlen der Welt das Licht der Erkenntnis“. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass bis zur Fleischwerdung des Wortes Gottes keiner unter den Menschen Den im unzugänglichen Licht wohnenden Gott (1. Tim. 6, 16) schauen konnte. Doch geboren wurde von der irdischen Jungfrau der Gottmensch, der Herr Christus, der Abglanz des Vaters, und brachte den Menschen das rettende Wissen, – das Licht der Gotteserkenntnis. Die unauslöschliche Sonne der Gerechtigkeit wurde Mensch und siedelte sich, – in der demütigen Gestalt des Kindes, – in unserer verfinsterten, vorübergehenden und vergänglichen Welt an.

Heute feiern wir die Geburt Dessen, Der Selbst von Sich sagte: Ich bin das Licht der Welt (Jo. 8, 12). Lasst uns aber, liebe Brüder und Schwestern, mit Furcht und Zittern feiern, denn dieses Licht ist nach dem Wort Gottes gleichzeitig  auch Gericht: Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht (Jo. 3, 19). Das ist nicht nur über die Juden gesagt, die zur Zeit Jesu lebten und Ihn nicht annahmen. Gesagt ist das über all jene, die zu allen Zeiten, selbst bis ans Ende der Welt, das Licht der Liebe Christi ablehnen, da sie die sündige Finsternis mehr lieben.

 

Weihnachtsbotschaften S.E. Erzbischof Mark an die Gläubigen der Deutschen Diözese

Ikonostas

 

Weihnachtsbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die Gläubigen der Deutschen Diözese 2012

Alles wird heute mit Freude erfüllt, Christus ist von der Jungfrau geboren...

Weihnachten gilt seit alters her als ein Familienfest, offenbart es uns doch das Ideal der Familie, das Ideal der Reinheit und Keuschheit. Selbst im heutigen Gott vergessenden Europa versammeln sich an diesem Tag die Familienmitglieder traditionsgemäß um den festlich gedeckten Tisch, versuchen sich gegenseitig mit Geschenken zu erfreuen und freuen sich am Anblick des in der Krippe liegenden Christuskindes.

Kann aber eine solche geerdete, oberflächliche Feier des Weihnachtsfestes das Herz mit wahrer Freude und Frohlocken erfüllen, wenn doch der innere, göttliche Sinn von Familie, Vaterschaft und Mutterschaft in der gegenwärtigen Gesellschaft verloren ist?

Allein in der Kirche Christi gibt uns der Allerhöchste Selbst das Vorbild der erhabensten Vaterschaft und der höchsten Mutterschaft. Der Sohn Gottes wird vorewig aus dem anfanglosen Vater geboren. In der Zeit aber wird Er durch den Heiligen Geist von der jungfräulichen Mutter geboren. Geboren wird Er, um die Menschheit von der Sünde und ihrer grässlichen Ausgeburt – dem Tod– zu retten. Höher als der Himmel und reiner als die Sterne ist diese Geburt. Durch die Allheilige und Allreine Jungfrau tritt der Retter des Alls in die Welt. So empfinden und erleben wir orthodoxe Christen jedes Jahr von neuem dieses erhabenste Ereignis. Das Licht der Weihenacht ist uns aufgeschienen und erleuchtet uns den Weg zu Christus und Seinem Heil. Gott ist aus Seiner unermesslichen Liebe zu Seiner Schöpfung Mensch geworden und hat uns den Weg zur Vergottung eröffnet!

Wie dankbar müssen wir doch der Vorsehung Gottes dafür sein, dass wir bis heute das Weihnachtsfest nach dem uns von den heiligen Vätern überlieferten kirchlichen Kalender feiern – wenn die laute Eitelkeit der westlichen Feiertage verstummt, und die uns umgebende Welt zu ihrem gewöhnlichen gesetzten Leben zurückkehrt. Wenn die Wochen des Konsumwahns zu Ende gehen, dann können wir in unseren orthodoxen Kirchen und in unseren Familien uns ruhig auf das geistliche Begehen der Geburt Christi, dieses himmlisch-irdischen Ereignisses, vorbereiten.

 

Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark 2013

Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die gottesfürchtigen Gläubigen der Deutschen Diözese

Erzbischof Mark

Christus ist auferstanden! Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Jedes Jahr bringen wir Christus in der lichten Osternacht den feierlichen Gesang von den Engeln dar, die Seine Auferstehung in den Himmel besingen, und bitten, dass uns der auferstandene Herr würdige, IHN hier auf Erden zu schauen und mit reinem Herzen zu preisen.
Aber kann man denn in diesem jetzigen Leben Gott schauen? Wird uns diese Fähigkeit nicht erst im künftigen Zeitalter eröffnet?
Könnte man Gott nicht im irdischen Leben schauen, so würden wir nicht bei jedem Sonntagsgottesdienst singen: „nachdem wir die Auferstehung Christi gesehen haben, lasset uns anbeten den heiligen Herrn Jesus ...". Wo aber und wie kann man die Auferstehung Christi deutlich sehen? – Nicht äußerlich, nicht mit fleischlichen Augen, nicht in träumerischer Vorstellung, die uns Trugbilder malt, wie die Szenen in einem Spielfilm, und nicht einmal in der Kirche auf der Ikone der Auferstehung, denn die Ikone ist lediglich ein Abbild des inneren geheimnisvollen Ereignisses. Es gibt nur einen Platz im Weltall, an dem wir dem Herrn Christus begegnen können - das ist unser eigenes Herz. Dorthin, in die Tiefe des Herzens, tritt der Herr in den Mysterien der Kirche ein, um unsere Seelen aus  dem Kerker des Hades zu führen (Ps. 141, 7), um uns aufzuerwecken, die wir von der Sünde getötet sind. Eben davon spricht zu uns die Ikone der Auferstehung Christi, deren zweiter Name ist – „Abstieg in den Hades“.

 

Osterbotschaften S.E. Erzbischof Mark an die gottesfürchtigen Gläubigen der Deutschen Diözese

Osterbotschaft S.E. Erzbischof Mark an die gottesfürchtigen Gläubigen der Deutschen Diözese 2012

Erleuchte meine Seele mit der Liebe Deines Kreuzes

Liebe Brüder und Schwestern, Orthodoxe Christen!
Beendet ist die Große Fastenzeit, und gekommen ist der lichte Festtag der Auferstehung Christi. Auf dem engen Pfad des eifrigen Gebets und der Enthaltung sind wir zum ersehnten Ziel gelangt. Pas'cha! Pas'cha des Herrn! Zeit unserer Erneuerung mit Christus, Zeit unseres Auszugs aus dem sündigen Ägypten der Leidenschaften und des Aufstiegs in das Verheißene Land der Rettung und der Freude, Zeit der Auferstehung Christi und mit Ihm -  der ganzen an Ihn glaubenden Menschheit.
Schauen wir zurück auf den durchlaufenen Weg: in den ersten Tagen der Großen Fasten hörten wir den Kanon des hl. Andreas von Kreta. Den Kanon, der uns zur Buße anregt, zum Nachdenken über unseren erbärmlichen geistlichen Zustand, über unser Verlangen nach der reinigenden Kraft der Liebe Christi.

 

Kathedrale der Hll. Neumärtyrer und Bekenner Russlands in München

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